Gefälle bei Außentreppen – Widerspruch DIN 18065

Gefälle bei Außentreppen – Widerspruch DIN 18065

In der DIN 18065 gibt die Tabelle 2 bzgl. Toleranzen vor, daß die Trittfläche von der waagerechten Lage max. +/-1 % in der Auftrittstiefe abweichen darf. Dies bedeutet, daß sogar ein Gegengefälle normgerecht ist. Dies resultiert aus dem Umstand, daß die DIN 18065 nicht zwischen Treppen im Innen- und Außenbereich unterscheidet.

Die Praxis zeigt jedoch, daß ein Gefälle zur gezielten Wasserableitung unabdingbar für ein schadenfreies Bauen sowie dem sicheren Begehen einer Treppe ist. Das zur Wasserableitung erforderliche Gefälle steigt mit der Rauhigkeit der Oberflächenbearbeitung.

Zahlreiche Fachpublikationen wie zum Beispiel die Bautechnische Information 1.3 „Massivstufen und Treppenbeläge außen“ des Deutschen Naturwerkstein-Verbandes weisen auf die Notwendigkeit eines Gefälles von 1,5 % bis 3,0 % hin.

Ausführende Verlegefirmen sollten gegen die normgerechte Ausführung Bedenken anmelden mit Hinweis auf ein erforderliches Gefälle bei bewitterten Außentreppen. Planer und Bauherren sind darüber zu informieren, daß Schadensfreiheit und sicheres Begehen bei bewitterten Außentreppen nur mit einer Sonderbauweise realisiert werden können.

12. Mai 2016 / von / in
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